Ob im Recruiting oder in der Personalentwicklung, auch in diesen Bereichen schreitet die Digitalisierung voran. Schon gibt es erste Software die vollautomatische Lösungen anbieten und eindeutige Rückschlüsse auf die Persönlichkeit versprechen.

Die voranschreitende Automatisierung und damit auch Digitalisierung der Prozesse im HR-Bereich sind schön und gut. Nur sind 3 Dinge bei der Persönlichkeitsmessung zu beachten:

  1. Der Mensch hat ganz unterschiedliche Facetten und bei einer Analyse sollten Modelle herangezogen werden, die diesen Facetten gerecht werden und den Menschen nicht einfach als "Typ" stigmatisieren. Das Fünf-Faktoren-Modell ist ein verhaltensbasiertes Modell (Trait-Modell). Es misst Dimensionen und ist das am meisten erforschte Persönlichkeitsmodell seit den 1980iger Jahren mit einer Vielzahl darauf basierender psychometrischer Fragebogen als Persönlichkeitsinventar. Persönlichkeits­psychologen sind sich darüber weitestgehend einig, dass sich die Persönlichkeit einer Person aufgrund der fünf unabhängigen Faktoren allgemein beschreiben lässt. Die sogenannten "Big Five" umfassen die Faktoren „Emotionale Stabilität“ oder „Neurotizismus“, „Extraversion“, „Offenheit für Erfahrungen“, „Verträglichkeit“ und „Gewissenhaftigkeit“. Trait-Map® ist solch ein psychometrischer Fragebogen, der online in nur 10-15 Minuten mittels eines patentierten Verfahrens auszufüllen ist und valide Ergebnisse mit verschiedensten Berichten aufzeigt.

  2. Die Welt der Wissenschaft kritisieren Modelle, ob nun typ- oder traitbasiert, die zu statisch sind, also nur auf die Persönlichkeit abstellen und nicht auf weitere Merkmale wie z. B. Emotionen und Motivation. Moderne traitbasierte Modell zeigen daher Subfacetten (Untermerkmale der 5 Hauptkategorien) auf, die auch einen Rückschluss auf weitere Merkmale zulassen. Trait-Map® hat derer 25, ist dynamisch und bietet so einen umfassenderen Blick auf die jeweilige Person.

  3. Was kein Persönlichkeitsprofil abbildet, ist die Situation und auch Rolle in der sich die Person befindet. Diese Dynamik -soll ein Fragebogen in angemessener Zeit bearbeitet werden- wird kein Softwaretool darstellen. Daher ist ein Gespräch bei den Personen, die in die engere Auswahl für den internen Karriereschritt, die strukturierte Weiterentwicklung oder beim Recruiting kommen grundsätzlich notwendig. Wann hat derjenige den Fragebogen unter der Prämisse "Man macht..." oder "Das wird von mir wohl gefordert..." und wann unter der Prämisse "Ich bin...", Ich mache gerne...", Ich tue weil es so Freude bereitet..." ausgefüllt?
    Mit Trait-Map® und unserem Job-Fit Profil Assistenten können Profile gematcht werden. Dank unserem Interviewführer können dann Gespräche strukturiert, wertschätzend und effizient geführt werden.

    So können Potentiale durch Musterbrechung gehoben und dabei unterstützt werden die Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Denn es wird die Lust zur regelmäßigen Reflektion geweckt oder angehoben, vor allem Ängste genommen und (zukünftige) Mitarbeitende an das Unternehmen gebunden.

Autor: Petra Zander